Curcumin – Das gesunde Gold der Kurkuma
Das musst du wissen.
Curcumin Kurkuma Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Was ist Curcumin?
- Wie wirkt Curcumin im Körper?
- Brauchen wir Curcumin?
- Curcumin bei Krankheiten und gesundheitlichen Problemen
- Dosierung und Einnahme
- Helfer für eine bessere Aufnahme von Curcumin
- Für wen ist Curcumin nicht geeignet?
- Häufige Fragen (FAQ)
- Fazit
- Disclaimer
1. Einführung
Hast du schon mal von Curcumin gehört? Es ist der Wirkstoff, der in der Kurkuma-Pflanze steckt. Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, wächst in tropischen Regionen Asiens und gehört zur Familie der Ingwergewächse. In Asien wird Kurkuma seit Jahrtausenden als Gewürz und Heilmittel verwendet. In der westlichen Welt ist es vor allem als Bestandteil von Currypulver bekannt. Doch Curcumin hat noch viel mehr zu bieten! In diesem Artikel erfährst du, was Curcumin ist, wie es deiner Gesundheit helfen kann und was du bei der Einnahme beachten solltest.
2. Was ist Curcumin?
Curcumin ist der Stoff, der Kurkuma seine leuchtend gelbe Farbe gibt. Es ist ein natürlicher Wirkstoff mit antioxidativen, entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften. Curcumin macht etwa 2-8% der Kurkuma-Wurzel aus und ist der Hauptgrund, warum Kurkuma so gesund ist.
3. Wie wirkt Curcumin im Körper?
Curcumin hat viele positive Effekte auf deine Gesundheit:
- Entzündungshemmend: Curcumin kann Entzündungen im Körper reduzieren, was besonders bei Erkrankungen wie Arthritis hilfreich ist. Studie im „Journal of Medicinal Chemistry“ (2009)
- Antioxidativ: Es schützt deine Zellen vor Schäden durch freie Radikale und unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. Studie in „Free Radical Biology and Medicine“ (2008)
- Gut fürs Gehirn: Curcumin kann die Bildung von neuen Nervenzellen fördern und so möglicherweise vor Krankheiten wie Alzheimer schützen. Studie im „Journal of Alzheimer’s Disease“ (2018)
- Herzgesundheit: Es verbessert die Funktion deiner Blutgefäße und kann so das Risiko für Herzerkrankungen senken.
- Krebsprävention: Einige Studien zeigen, dass Curcumin das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Studie in „Cancer Research“ (2009)
- Link zu PubMed: PubMed
4. Brauchen wir Curcumin?
Curcumin ist kein essentieller Nährstoff, den dein Körper unbedingt braucht. Aber es kann deine Gesundheit unterstützen, besonders wenn du mit Entzündungen, Gelenkschmerzen oder einem erhöhten Risiko für bestimmte Krankheiten zu tun hast.
5. Curcumin bei Krankheiten und gesundheitlichen Problemen
Curcumin kann besonders bei folgenden Krankheiten oder gesundheitlichen Problemen unterstützend wirken:
5.1 Arthritis und Gelenkerkrankungen:
Curcumin hat starke entzündungshemmende Eigenschaften, die bei rheumatoider Arthritis, Osteoarthritis und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen helfen können. Es kann Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.
5.2 Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Curcumin verbessert die Funktion des Endothels (die Auskleidung der Blutgefäße) und kann so das Risiko für Herzerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall verringern. Es hilft auch, den Cholesterinspiegel zu regulieren.
5.3 Neurodegenerative Erkrankungen:
Curcumin kann die Gehirnfunktion unterstützen und möglicherweise das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose verringern. Es fördert die Bildung neuer Nervenzellen und schützt vor oxidativem Stress.
5.4 Diabetes:
Curcumin kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Insulinresistenz zu verbessern, was besonders für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil ist.
5.5 Curcumin bei Krebs:
Einige Studien deuten darauf hin, dass Curcumin das Wachstum von Krebszellen hemmen und die Angiogenese (Bildung neuer Blutgefäße in Tumoren) reduzieren kann. Es wird als unterstützende Therapie bei verschiedenen Krebsarten wie Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs untersucht.
5.6 Verdauungsprobleme:
Curcumin kann bei Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarmsyndrom (IBS), Colitis ulcerosa und Morbus Crohn helfen, indem es Entzündungen im Verdauungstrakt reduziert.
5.7 Depression und Angststörungen:
Curcumin hat positive Effekte auf die Stimmung und kann bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen helfen. Es erhöht den Serotonin- und Dopaminspiegel im Gehirn.
5.8 Hauterkrankungen:
Curcumin kann bei Hautproblemen wie Psoriasis, Akne und Ekzemen helfen, da es Entzündungen reduziert und die Hautheilung fördert.
5.9 Chronische Entzündungen:
Bei chronischen Entzündungskrankheiten wie Fibromyalgie oder chronischem Müdigkeitssyndrom kann Curcumin helfen, die Symptome zu lindern.
5.10 Lebererkrankungen:
Curcumin unterstützt die Leberfunktion und kann bei der Behandlung von nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD) und anderen Lebererkrankungen hilfreich sein.
- Curcumin ist kein Wundermittel, aber es kann bei vielen Krankheiten und gesundheitlichen Problemen unterstützend wirken. Wenn du an einer dieser Erkrankungen leidest, könnte Curcumin eine sinnvolle Ergänzung zu deiner Behandlung sein. Sprich jedoch immer mit deinem Arzt, bevor du mit der Einnahme beginnst, besonders wenn du bereits Medikamente einnimmst oder unter schweren gesundheitlichen Bedingungen leidest.
6. Dosierung von Curcumin
Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 500 mg und 2.000 mg. Da Curcumin alleine schwer vom Körper aufgenommen wird, solltest du es am besten mit schwarzem Pfeffer (Piperin) kombinieren. Das erhöht die Aufnahme um das 20-fache! Nimm Curcumin am besten zu den Mahlzeiten ein, um Magenbeschwerden zu vermeiden.
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7. Helfer für eine bessere Aufnahme von Curcumin
Curcumin hat eine geringe Bioverfügbarkeit, das heißt, es wird vom Körper nur schwer aufgenommen. Es gibt jedoch einige Tricks, um die Aufnahme zu verbessern:
- Piperin (aus schwarzem Pfeffer):
Piperin ist ein natürlicher Stoff, der in schwarzem Pfeffer enthalten ist. Es kann die Aufnahme von Curcumin um bis zu 2000% steigern! Viele Curcumin-Präparate enthalten bereits Piperin, um die Wirkung zu verstärken. Wenn dein Präparat kein Piperin enthält, kannst du einfach eine Prise schwarzen Pfeffer zu deiner Mahlzeit hinzufügen.
- Gesunde Fette:
Curcumin ist fettlöslich, das heißt, es löst sich in Fett auf und wird so besser vom Körper aufgenommen. Nimm Curcumin daher immer zusammen mit einer Quelle für gesunde Fette ein, z. B.: Olivenöl, Kokosöl, Avocado und Nüsse oder Samen
Ohne Fett kann Curcumin kaum wirken, da es sonst einfach ungenutzt ausgeschieden wird.
- Warme Mahlzeiten:
Die Kombination von Curcumin mit warmen Speisen oder Getränken kann die Aufnahme ebenfalls verbessern. Zum Beispiel kannst du Kurkuma in eine Suppe, ein Curry oder einen goldenen Milch-Latte (mit etwas Fett wie Kokosmilch) geben.
7.1 Warum ist das wichtig?
Ohne diese Helfer wird ein Großteil des Curcumins einfach wieder ausgeschieden, und du profitierst nicht von seinen gesundheitlichen Vorteilen. Indem du Curcumin mit Piperin und gesunden Fetten kombinierst, stellst du sicher, dass dein Körper so viel wie möglich davon aufnehmen und verwerten kann.
Beispiel für die Einnahme:
Morgens: Ein Curcumin-Präparat mit Piperin zum Frühstück, das gesunde Fette wie Avocado oder Olivenöl enthält.
Abends: Ein goldener Milch-Latte mit Kurkuma, schwarzem Pfeffer und Kokosmilch.
So kannst du das Beste aus Curcumin herausholen!

8. Für wen ist Curcumin nicht geeignet?
Curcumin ist zwar ein natürlicher Wirkstoff mit vielen gesundheitlichen Vorteilen, aber es gibt bestimmte Personengruppen, die vorsichtig sein oder Curcumin ganz meiden sollten. Hier ist eine ausführlichere Erklärung, warum Curcumin für diese Gruppen nicht geeignet ist oder nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden sollte:
8.1 Menschen mit Gallenblasenerkrankungen
Warum? Curcumin regt die Gallenproduktion an, was bei gesunden Menschen positiv sein kann. Bei Menschen mit Gallenblasenerkrankungen wie Gallensteinen oder einer verstopften Gallenblase kann dies jedoch problematisch sein. Eine erhöhte Gallenproduktion kann Schmerzen, Koliken oder sogar eine Verschlechterung der Erkrankung auslösen.
Was tun? Wenn du Gallensteine oder eine Gallenblasenerkrankung hast, solltest du Curcumin nur nach Rücksprache mit deinem Arzt einnehmen. In manchen Fällen wird es sogar ganz abgeraten.
8.2 Personen, die Blutverdünner einnehmen
Warum? Curcumin hat eine blutverdünnende Wirkung, da es die Blutplättchenaggregation (das Verklumpen von Blutplättchen) hemmt. Wenn du bereits blutverdünnende Medikamente wie Warfarin, Heparin oder ASS (Aspirin) einnimmst, kann Curcumin diese Wirkung verstärken. Das erhöht das Risiko für Blutungen, z. B. Nasenbluten, Blutergüsse oder schwerwiegendere innere Blutungen.
Was tun? Wenn du Blutverdünner einnimmst, solltest du Curcumin nur nach Absprache mit deinem Arzt verwenden. Möglicherweise muss deine Medikamentendosis angepasst werden.
8.3 Schwangere und stillende Frauen
Warum? Es gibt nur begrenzte Studien zur Sicherheit von Curcumin während der Schwangerschaft und Stillzeit. Curcumin kann hormonelle Wirkungen haben und die Gebärmutter stimulieren, was in der Schwangerschaft riskant sein könnte. Außerdem ist unklar, ob Curcumin in die Muttermilch übergeht und wie es den Säugling beeinflussen könnte.
Was tun? Schwangere und stillende Frauen sollten Curcumin nur nach ausdrücklicher Empfehlung ihres Arztes einnehmen. In vielen Fällen wird empfohlen, auf Curcumin-Präparate zu verzichten und stattdessen kleine Mengen Kurkuma als Gewürz in der Ernährung zu verwenden.
8.4 Personen mit Eisenmangel
Warum? Curcumin kann die Aufnahme von Eisen im Darm hemmen. Das ist besonders problematisch für Menschen, die bereits unter Eisenmangel oder Anämie leiden.
Was tun? Wenn du Eisenmangel hast, solltest du Curcumin nicht zu eisenreichen Mahlzeiten einnehmen. Sprich mit deinem Arzt, um die beste Einnahmezeit und Dosierung zu finden.
8.5 Personen mit Magen-Darm-Problemen
Warum? In hohen Dosen kann Curcumin bei manchen Menschen Magenreizungen, Sodbrennen oder Durchfall verursachen. Menschen mit empfindlichem Magen oder Erkrankungen wie Gastritis oder Magengeschwüren sollten vorsichtig sein.
Was tun? Nimm Curcumin immer zu den Mahlzeiten ein, um Magenreizungen zu vermeiden. Beginne mit einer niedrigen Dosis und steigere sie langsam, um zu sehen, wie dein Körper reagiert.
8.6 Personen vor Operationen
Warum? Aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung kann Curcumin das Risiko für Blutungen während oder nach einer Operation erhöhen.
Was tun? Wenn du eine geplante Operation hast, solltest du die Einnahme von Curcumin mindestens zwei Wochen vorher abbrechen. Informiere deinen Arzt unbedingt über alle Nahrungsergänzungsmittel, die du einnimmst.
8.7 Personen mit Nierenproblemen
Warum? Curcumin wird über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen könnte eine hohe Dosis Curcumin die Nieren zusätzlich belasten.
Was tun? Wenn du Nierenprobleme hast, solltest du Curcumin nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.
9. Häufige Fragen zu Curcumin
- Hat Curcumin Nebenwirkungen? In hohen Dosen kann es zu Magenbeschwerden kommen. Bei Gallenblasenerkrankungen solltest du vorsichtig sein.
- Darf ich Curcumin in der Schwangerschaft nehmen? Sprich vorher mit deinem Arzt.
- Beeinflusst Curcumin Medikamente? Ja, es kann die Wirkung von Blutverdünnern und Diabetes-Medikamenten verstärken.
10. Fazit- Curcumin
Curcumin ist ein echter Alleskönner! Es kann deine Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen, von der Bekämpfung von Entzündungen bis hin zum Schutz deines Gehirns. Wenn du Curcumin ausprobieren möchtest, sprich am besten mit deinem Arzt, besonders wenn du Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Probleme hast. So kannst du sicher sein, dass du das Beste aus diesem natürlichen Wirkstoff herausholst.
11. Disclaimer
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultiere immer einen Arzt oder qualifizierten Gesundheitsdienstleister, bevor du mit der Einnahme von Curcumin oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln beginnst, insbesondere wenn du unter gesundheitlichen Beschwerden leidest, Medikamente einnimmst, schwanger bist oder stillst. Die Autor:innen übernehmen keine Haftung für eventuelle Folgen, die sich aus der Anwendung der hier bereitgestellten Informationen ergeben.
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